Studio Deluxe

17 - 20. Februar 2010

Design- und Produkthighlights auf der Biofach 2010

27.02.2010 // Studio Deluxe besuchte Ende Februar wieder die Biofach, die Weltleitmesse der Bio-Branche am Messegelände in Nürnberg. Gut 2.500 Aussteller aus 87 Ländern präsentierten ihre Produkte.

Von Lebensmitteln über Naturkosmetik bis hin zu ökologisch-nachhaltigen Verpackungsinnovationen war alles vertreten, was am Markt Rang und Namen hat.

Die Liste der Neuheiten gleich anführend Mádara - ein von vier jungen Lettinnen gegründetes Kosmetik-Label, das uns auf ganzer Linie überzeugt hat. Design und Bildsprache sind perfekt. Die Philosophie der Nachhaltigkeit wird über die ECOCERT-geprüfte Kosmetik hinaus auch in deren Verpackung und den Print-Werbemitteln strikt verfolgt: Es kommen ausschließlich recyclebare Materialien, energiesparende Maschinen und ökologische Putzmittel zur Verwendung.

Eine Design-Überraschungen bot bioemsan. Gründerin Katharina Hader wartete mit einem Marken-Relaunch auf, der zu Recht für Begeisterung bei den Standbesuchern sorgte.

Die erst heuer eingeführte Ökomode-Halle bot letztlich eine kleine Ernüchterung - besuchten wir diese mit großer Vorfreude und in Erwartung neuer interessanter Labels, waren hier ausschließlich Extreme vertreten. Zum einen absolute (durchaus qualitativ ansprechende) Basics und Kindermode, zum anderen Ökomode, wie sie bereits zu Beginn des Bio-Booms ausschließlich von hartgesottenen Anhängern getragen wurde. Was die Zahl der Aussteller betrifft, legte die Modehalle jedoch einen soliden Start hin, was eine attraktive Basis für sehr interessante Aussteller bieten könnte. Wir hoffen, im nächsten Jahr auch Young Urban Fashion Labels vorzufinden, sind jetzt schon gespannt und versprechen zu berichten.

Zu unser aller Freude gab es als Abschluss in der Weinhalle einige ansprechende Neuigkeiten zu entdecken. Neben dem obligaten Besuch bei österreichischen Vorzeige-Winzern wie Mehofer & Co fanden wir in Leclerc Briant erstmals auch einen nennenswerten Hersteller von Bio-Champagner-Sorten! Aufgrund der Jugend des biologischen Herstellungssektors in der Region Champagne-Ardenne gab es bisher kaum Bio-Champagner in genussreifem Alter. Nun ist auch dieser Bereich endgültig den Kinderschuhen entwachsen und der konventionellen Branche, was nachhaltiges und zukunftsorientiertes Denken betrifft, überlegen.